Dr. med. Michael Bachmaier-Eksi
Wie die Traditionelle Chinesische
Medizin bietet die Ibn Sina-Medizin
dem Arzt die Möglichkeit einer
ganzheitlichen Beurteilung von Be-
schwerden. Dies bewährt sich vor
allem bei der Behandlung von Er-
krankungen mit komplexen Ur-
sachen oder chronischen Verläufen.
Das Diagosesystem der Ibn Sina-
Medizin bietet dabei eine Basis, um
verschiedene Verfahren der Natur-
heilmedizin aufeinander abzustim-
men und sinnvoll zu kombinieren.
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Ibn Sinas Grundlage ist die klassiche Vier-
säftelehre. Mit den Elementen Feuer, Erde,
Wasser und Luft und ihren Eigenschaften
heiß, kalt, trocken und feucht werden alle
Erscheinungen des Universums klassifi-
ziert. Alle Ebenen der Wirklichkeit werden
so aufeinander beziehbar. In der Medizin
ermöglicht dies eine analoge Verknüpfung
von Ursachen, körperlichen und seelischen
Beschwerden mit den verschiedenen
Heilweisen, Aussagen zu Krankheitsrisiken
und zur Prophylaxe.
Ibn Sina (980 - 1037) war Philosoph, Phy-
siker, Musiktheoretiker, Mathematiker,
Astronom und Arzt. Er gilt als einer der
bedeutensten Wissenschaftler des Islams.
Im “Kanon der Medizin” beschrieb er die
Wirkung von über 700 Medikamente, sowie
die Bedeutung von Umwelt, Klima und
Psyche auf die Gesundheit des Menschen.
Erzählt wird, wie er einen jungen Mann
heilte, dessen Erkrankung er mit Hilfe der
Pulsdiagnostik in dessen Liebeskummer
erkannte.